WAAGE Hannover e.V.

Gemeinnützige Schlichtungs- und Mediationsstelle
Staatlich anerkannte Gütestelle
TOA-Fachstelle

Faire Streitlösung ohne Gericht!

Mediation im familienrechtlichen Verfahren in hochstrittigen Sorge- und Umgangskonflikten

„Rosenkrieg gewalttätiger Eltern macht Kindern das Leben zur Hölle – Mediation hochstrittiger Elternkonflikte ist praktizierter Kinderschutz

Erfolgreiches Pilotprojekt der Waage Hannover wird dank Förderung der Sparkasse Hannover vorerst fortgeführt.       

                  gefördert durch:

Kinder werden vor allem in Trennungs- oder Scheidungssituationen oft unfreiwillig Zeugen elterlicher Streitereien. Umso schlimmer ist dies, wenn die Eltern dabei gewalttätig werden. Jährlich kommt es allein in der Region Hannover zu etwa 3000 Polizeieinsätzen wegen häuslicher Gewalt, in ca. der Hälfte der Fälle in Haushalten mit Kindern und Jugendlichen. Mädchen und Jungen sind oft gezwungen, wiederholt Zeuge elterlicher Streitereien zu werden. Das gilt insb. für Trennungs- oder Scheidungssituation der Eltern, bei denen dem Gericht entsprechende Anträge der Eltern vorliegen. „Bekannt ist, dass auch das Miterleben von Gewalt zwischen den Eltern Mädchen und Jungen Schaden zufügen kann. Vor allem aber ist das Risiko, selbst Opfer von Gewalt zu werden stark erhöht, wenn es zu Gewalt zwischen den Eltern kommt. Gewaltgeneigte Familien benötigen besondere Anleitung, damit Mutter und Vater erkennen, dass sie ihren Kindern immens schaden.

In Anlehnung an das sog. Cochemer Modell wurde 2006 am Amtsgericht Hannover das beschleunigte Familienverfahren eingeführt (Hannoversche Familienpraxis). Die Familien werden mit ihren Anwälten zu einem schnellen Anhörungstermin eingeladen, um ihr Anliegen vorzutragen. Der Einbindung gewaltbereiter Familien stand man zunächst kritisch gegenüber, aber gerade sie benötigen besondere Unterstützung, um Konflikte gewaltfrei lösen zu lernen. Die Waage Hannover eV hat in Abstimmung mit dem AG Hannover in einem Pilotprojekt 2008 mit eigenen Finanzmitteln in 10 solcher Fälle Klärungshilfe und eine Vermittlung/Mediation durchgeführt. Für das erfolgreiche Projekt fehlte es bislang an einer ausreichenden öffentlichen Finanzierung. Nun hat die Sparkasse Hannover eine anteilige finanzielle Unterstützung zugesagt. Das Projekt kann vorläufig fortgeführt werden!

20.08.2009: Empfang zum Projektstart mit Unterstützung der Sparkasse Hannover

 

(von links: Prof. Dr. Thomas Trenczek (Waage Hannover), Renate Schmidt-Temmelmann (Sparkasse Hannover), AGPräs. Prof. Dr. Volker Lessing; Foto U.Dillenberg/HAZ)

 

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