WAAGE Hannover e.V.

Gemeinnützige Schlichtungs- und Mediationsstelle
Staatlich anerkannte Gütestelle und Ausgleichsstelle

Faire Streitlösung ohne Gericht!

Was ist Mediation ?

Mediation (Vermittlung) ist ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren konstruktiver Konfliktregelung, bei dem die Parteien eines (Rechts-) Streits mit Unterstützung eines Dritten, des Mediators, einvernehmliche Regelungen suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen dienen. Mediation ist kein Allheil- oder Wundermittel. Es eröffnet aber stets eine (zusätzliche) Möglichkeit für eine selbstbestimmte Regelung oder gar Lösung. Ziel der Mediation ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung. Besonders geschulte Mediatoren unterstützen die Parteien dabei, die strittigen Themen und Streitpunkte zu identifizieren sowie Lösungsoptionen zu erarbeiten. Die Mediatoren entscheiden aber nicht in der Sache, sondern strukturieren "lediglich" die Kommunikation zwischen den Parteien und leiten das Verfahren. Die Parteien sollen ihre Lösung oder Regelung selbst finden, damit ihnen nicht eine „Lösung" durch einen Dritten (z.B. das Gericht) auferlegt wird. Dabei stellt sich meistens heraus, dass man das „entweder-oder" überwinden kann und die Parteien –  oft über sogar den ursprünglichen Streitgegenstand hinaus –  „gewinnen", d.h. eine Lösung oder Regelung finden können, die ihren Interessen gleichermaßen dient. In der Mediation findet keine Rechtsberatung statt. Die Mediatoren sind zu Unparteilichkeit und Neutralität sowie zur Verschwiegenheit verpflichtet. 

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Geeignetheit von Mediation

Die Geeignetheit von Mediation lässt sich nicht durch formale Kriterien bestimmen. Grundsätzlich lassen sich alle Konflikte mediieren, selbst in Fällen, in denen es zu Gewalttaten oder erheblichen Verletzungen gekommen ist, die Atmosphäre aufgrund von erheblichen Enttäuschungen und Verletzungen vergiftet ist und eine gütliche Einigung unmöglich erscheint. Entscheidend ist letztlich die Bedürfnis- und Interessenslage der Parteien, die Bereitschaft, einvernehmliche Lösungen zu erarbeiten. Besonders hilfreich ist Mediation, wenn die Parteien – aus welchen Gründen auch immer  – ein Interesse an einer künftig (weiter)bestehenden (persönlichen oder

geschäftlichen) Beziehung haben. Aber auch in situativen Konflikten, in denen die Parteien bislang nicht miteinander zu tun hatten und dies auch künftig nicht wollen, kann das klärende Gespräch zwischen den Streitparteien sehr hilfreich, ja befreiend sein. Erforderlich ist, dass alle Beteiligten in der Lage und willens sind, eigene Bedürfnisse, Interessen und Wünsche zu artikulieren und zu vertreten.

Der Ablauf der Mediation

Der Ablauf einer Mediation erfolgt nach einer sorgfältigen Vorbereitung in mehreren Phasen:  Zunächst werden die Parteien über das Mediationsverfahren informiert, die Rahmenbedingungen (z.B. Vertraulichkeit,  Kommunikationsregeln) für die Konfliktvermittlung und die weitere Vorgehensweise miteinander abgestimmt. Zu Beginn der zweiten Phase stellen die Parteien ihre Standpunkte und Sichtweisen im Zusammenhang dar, so dass die Themen, Streitpunkte und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung strukturiert werden können. In der dritten, zeitlich umfangreichsten Phase wird den

Konfliktparteien die Möglichkeit gegeben, ihre Sicht des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann. Anschließend werden verschiedene Lösungsoptionen entwickelt, die in den nachfolgenden Verhandlungen bewertet und in eine verbindliche Abschlussvereinbarung münden.

Konfliktvermittlungsverfahren durch die WaageHannover e.V.

Die Vermittlung in der gemeinnützigen Schlichtungsstelle (Community Justice/Dispute Resolution Center) ist ein offenes Mediationsangebot. Jede/r Bürger/in kann sich unmittelbar an die Waage mit der Bitte um Konfliktvermitt- lung wenden. Dies gilt insbesondere in den Konflikten im sozialen Nahraum (z.B. in der Familie, der Nachbarschaft; der Wohnungseigentümer, der Schule, der Gemeinde), seien sie strafrechtlich relevant oder im zivilen Bereich (z.B. in Mietsachen, bei Konflikten am Arbeitsplatz, in Schulen und öffentlichen Einrichtungen, u.v.m. ). Geht die Initiative zur Streitschlichtung zunächst von einer Person aus, so können Parteien aus dem Gebiet der Stadt und Region bzw. dem Landgerichtsbezirk Hannover das staatlich anerkannte Gütverfahren der Waage beantragen. Anders als das Güteverfahren kann das freie Mediationsverfahren nur durch beide Parteien gemeinsam initiiert werden, es ist aber nicht auf den Raum Hannover begrenzt. Ein solches Schlichtungsverfahren/Mediation (max. 2 Termine) kostet 150 €.

Besonderes Kennzeichen der gemeinnützigen Schlichtungsstelle Waage ist, dass es zu einem Teil auf dem freiwilligen Engagement ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger basiert. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mediatoren der Waage verfügen über eine anerkannte Mediationszusatzausbildung von mindestens 200 Std. und sind in die kontinuierliche Fortbildung und Supervision der Waage eingebunden. Unsere Mediatoren sind unparteiisch, zur Verschwiegenheit verpflichtet und garantieren den fairen Ablauf des Einigungsversuchs.

 Lärchenstraße 3, 30161 Hannover      

 Telefon: 0511 / 3 88 35 58

 Fax: 0511 / 3 48 25 86           

 email: Waage-Hannover@t-online.de

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